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Details zur Fortbildungsveranstaltung

» Arzneimittelfälschungen - Dank securpharm alles kein Problem mehr!? «

Beginn: 11.12.2018 Ende: 11.12.2018
  18:30 Uhr   20:00 Uhr
 
Information: Die Europäische Union hat schon 2011 eine Fälschungsschutzrichtlinie erlassen, um zu verhindern, dass Arzneimittelfälschungen in die legale Vertriebskette Hersteller - Großhändler - Apotheke/Krankenhaus ihren Weg finden. Auf Grund dessen wurde nur ein Jahr später die securPharm e.V. von vfa, BPI, BAH, PHAGRO und ABDA gegründet. Nach einer fünfjährigen Pilotphase geht nun am 9.2.2019 das System der „end-to-end“-Prüfung, das im Kern aus dem „Data-Matrix-Code“ besteht, an den Start. Dieses System wird uns vor Arzneimittelskandalen schützen können, wie sie jüngst über Lunapharm berichtet wurden. Diese Sicherheit ist für den Patienten überaus wichtig, denn sie profitieren von der damit verbundenen Therapiesicherheit. Aber auch die herstellende Industrie hat einen wirtschaftlichen Vorteil, denn der Schaden, der durch das Einbringen von Arzneimittelfälschungen in die Vertriebskette entsteht, ist nicht unerheblich. Es gibt wesentlich mehr dieser Fälle als von der Presse berichtet werden, da sie häufig aufgedeckt und die Chargen von der Pharmaindustrie aufgekauft werden, so dass sie gar nicht auf dem Markt erscheinen. Es soll an dieser Stelle aber auch betont werden, dass der bürokratische Aufwand und die damit verbundenen Kosten für die Apotheken erheblich sein werden.

Aber die Probleme mit Arzneimittelfälschungen gehen noch weiter. Unter Fälschungen versteht man auch Arzneimittel mit zu wenig oder gar keinem Wirkstoff, verunreinigten Wirkstoffen und anderen Makeln. Hier gibt es kontinuierliche Berichterstattungen des BfArM, der FDA und der WHO. Diese Probleme gibt es schon lange nicht mehr nur in sogenannten Entwicklungsländern, die sich übrigens intensiv um die Verbesserung der Lage bemühen, sondern auch in den Industrieländern. Letztlich kann man die Verunreinigung von Valsartan und weiterer Sartane mit Nitrosaminen, von denen im Sommer dieses Jahres berichtet wurde, in die Kategorie von Arzneimitteln minderer Qualität und damit als gefälschte Arzneimittel einordnen. Hier kann securPharm allerdings nicht helfen.

Im Rahmen des Vortrages wird der Problemkreis an Hand von Beispielen diskutiert. Referentin des Vortrages ist die vormalige Präsidentin der DPhG Frau Professor Holzgrabe vom Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie der Universität Würzburg.

Studenten der Pharmazie melden sich bitte über das Kontaktformular an. Bitte geben Sie dabei Ihren Vor- und Nachnamen, Ihre E-Mail-Adresse (soweit vom Absender abweichend), Ihr Semester sowie den Veranstaltungstitel an.
 
Maximum Teilnehmer: 150  
Gebühr 1: kostenfrei
Fortbildungspunkte: 2    
 
Veranstaltungsort: Großer Hörsaal der Zoologie
Erbertstr. 1
07743 Jena
 
Referent:
18:30 bis 20:00 UhrThema: Arzneimittelfälschungen
Professor Dr. Ulrike Holzgrabe